2025 - Lübeck | Süd­deutsch­land | Han­no­ver und Wolfenbüttel

Lübeck

Das Super­kunst­fe­sti­val Lübeck hat sich als inklu­si­ves Festi­val für „Musik, Kunst, Film, Zir­kus und Thea­ter“ in der Han­se­stadt Lübeck eta­bliert und gilt – nach dem Wacken Open Air – als das zweit­größ­te Festi­val in Schles­wig-Hol­stein. Im Jahr 2024 haben dort auf ins­ge­samt sechs Büh­nen rund 80 Shows statt­ge­fun­den; etwa 40.000 Besu­che­rin­nen und Besu­cher wur­den gezählt. Ver­an­stal­ter ist die Kul­tur­aka­de­mie der Dia­ko­nie Nord Nord Ost.

Im Rah­men die­ses Festi­vals war auch das Jugend­Jazz­Or­che­ster NRW ein­ge­la­den. Die Ein­la­dung zu zwei Kon­zer­ten auf der Festi­val­büh­ne hatte der Lei­ter der Kul­tur­aka­de­mie, Micha­el Schmer­schnei­der, ausgesprochen.

Ken­nen­ge­lernt hat­ten sich Schmer­schnei­der und das JJO NRW auf der Bun­des­be­geg­nung „Jugend jazzt“ 2024 in Dort­mund. Dort hatte die Kul­tur­aka­de­mie ihren soge­nann­ten „Jazz­truck“ prä­sen­tiert – einen umge­bau­ten 12-Ton­nen-LKW, der als mobi­les Ton- und Film­stu­dio mit der Atmo­sphä­re eines Jazz­clubs dien­te. Der Truck stand Besu­che­rin­nen und Besu­chern für Work­shops, Ses­si­ons und Ein­blicke in die Welt des Jazz zur Verfügung.

Auch beim Super­kunst­fe­sti­val selbst war der Jazz­truck erneut Teil des Pro­gramms. Vor Ort konn­ten Inter­es­sier­te Instru­men­te aus­pro­bie­ren, erste Erfah­run­gen mit Jazz und Impro­vi­sa­ti­on sam­meln und sich direkt Tipps von erfah­re­nen Musi­ke­rin­nen und Musi­kern geben las­sen. Betreut wurde die­ses Ange­bot erneut von Mit­glie­dern des Jugend­Jazz­Or­che­ster NRW, die damit nicht nur auf der Bühne, son­dern auch in der kul­tu­rel­len Ver­mitt­lungs­ar­beit aktiv waren.

 

Han­no­ver & Wolfenbüttel

Geplant waren erneut Koope­ra­ti­ons­kon­zer­te – dies­mal gemein­sam mit dem Jugend­Jazz­Or­che­ster Nie­der­sach­sen („Wind Machi­ne“) im Bür­ger­haus Mis­burg in Han­no­ver sowie open air beim Alt­stadt­fest in Wol­fen­büt­tel. In Han­no­ver trat zusätz­lich die Big Band der Schil­ler Schu­le Han­no­ver mit dem Namen „Fat Apple“ mit auf die Bühne.

Bereits 2021 war das JJO NRW gemein­sam mit dem nie­der­säch­si­schen Lan­de­s­en­sem­ble auf Tour gewe­sen. Diese fand damals noch unter den beson­de­ren Bedin­gun­gen der Coro­na-Pan­de­mie statt, wodurch Pro­ben- und Kon­zert­for­ma­te stark ange­passt wer­den muss­ten. Den­noch hatte sich schon damals das Kon­zept bewährt, auch Schul-Big-Bands in gemein­sa­me Kon­zer­te ein­zu­bin­den und so jun­gen Musi­ke­rin­nen und Musi­kern zusätz­li­che Auf­tritts­mög­lich­kei­ten zu bieten.

Gera­de das Kon­zept der gemein­sa­men Auf­trit­te von Lan­des­ju­gend­jazz­or­che­stern und Schul-Big-Bands hatte sich nach­hal­tig posi­tiv aus­ge­wirkt: Es stärk­te nicht nur den musi­ka­li­schen Aus­tausch zwi­schen unter­schied­li­chen Erfah­rungs­stu­fen, son­dern führ­te auch dazu, dass sich nach der Coro­na-Zeit die Bewer­bungs­la­ge für beide Lan­de­s­en­sem­bles deut­lich ver­bes­sert hatte.