JJO-Chal­len­ger-Camp 2026 – Erfol­rei­cher Auf­takt eines neuen Nachwuchsformats

Im April 2026 gab es erfreu­li­che Nach­rich­ten für die Jazz-Nach­wuchs­för­de­rung in Nord­rhein-West­fa­len: Das JJO-Chal­len­ger-Camp konn­te erst­mals erfolg­reich durch­ge­führt wer­den. Das neue For­mat der Lan­des­mu­sik­aka­de­mie NRW, das unter ideel­ler Paten­schaft des Jugend­Jazz­Or­che­sters NRW steht, erwei­tert die För­der­land­schaft im Jazz­be­reich um einen wich­ti­gen Bau­stein. Ziel des Pro­jekts ist es, beson­ders talen­tier­ten jun­gen Jazzmusiker*innen aus Nord­rhein-West­fa­len eine inten­si­ve Big­band-Arbeits­pha­se auf hohem künst­le­ri­schem Niveau zu ermög­li­chen – gewis­ser­ma­ßen als vor­be­rei­ten­de Platt­form und Impuls­ge­ber für das Jugend­Jazz­Or­che­ster NRW.

Bereits im ersten Durch­gang nah­men 28 junge Musiker*innen im Alter von 11 bis 19 Jah­ren teil. Aus ganz Nord­rhein-West­fa­len kamen Jugend­li­che zusam­men, die trotz ihres jun­gen Alters bereits über bemer­kens­wer­te musi­ka­li­sche Erfah­run­gen im Jazz ver­füg­ten. So gelang es inner­halb von nur drei inten­si­ven Pro­ben­ta­gen, eine voll­stän­dig besetz­te und musi­ka­lisch über­zeu­gen­de Big­band zu formen.

Die künst­le­ri­sche Gesamt­lei­tung lag bei Ste­phan Schul­ze (eben­falls Künst­le­ri­sche Lei­tung JJO NRW). Unter­stützt wurde er von einem erfah­re­nen Dozie­ren­den-Team mit Marc Dof­fey (Saxo­phon, Diri­gat, Arran­ge­ments, Instru­men­tal­un­ter­richt), Flo­ri­an Raep­ke (Trom­pe­te, Diri­gat, Arran­ge­ments, Instru­men­tal­un­ter­richt) sowie Caris Her­mes (Bass, Instru­men­tal­un­ter­richt). Ergänzt wurde das Team an einem Tag durch Vocal Coach Rosa Kremp, die inten­siv mit den Sänger*innen arbeitete.

Auch die Betreu­ungs­kräf­te waren eng in die musi­ka­li­sche Arbeit ein­ge­bun­den: Paula Stei­mer (Saxo­phon) und Jakob Hein (Schlag­zeug), beide ehe­ma­li­ge Mit­glie­der des JJO NRW unter­stütz­ten sowohl im Instru­men­tal­un­ter­richt als auch in der Ensem­ble­ar­beit und waren wich­ti­ge Ansprechpartner*innen für die Teilnehmenden.

Die Arbeits­pha­se war geprägt von einer inten­si­ven Ver­bin­dung aus Satz- und Big­band-Pro­ben. Erar­bei­tet wur­den sti­li­stisch viel­fäl­ti­ge und musi­ka­lisch anspruchs­vol­le Werke, die die jun­gen Musiker*innen glei­cher­ma­ßen for­der­ten und förderten.

Den öffent­li­chen Höhe­punkt bil­de­ten zwei Abschluss­kon­zer­te – zunächst in der Lan­des­mu­sik­aka­de­mie NRW und anschlie­ßend in der Jazz­schmie­de Düs­sel­dorf, beide aus­ver­kauft. Die zwei Kon­zer­te zeig­ten ein­drucks­voll das große musi­ka­li­sche Poten­zi­al der jun­gen Bigband.

Das Jugend­Jazz­Or­che­ster NRW war im Rah­men sei­ner ideel­len Paten­schaft aktiv in das Pro­jekt ein­ge­bun­den und gestal­te­te jeweils die zwei­te Kon­zert­hälf­te der Abschluss­kon­zer­te. Beson­ders erfreu­lich war dabei, dass das gesam­te Dozent*innen- und Betreu­ungs­team aus ehe­ma­li­gen Mit­glie­dern des JJO NRW bestand, die ihre künst­le­ri­sche und päd­ago­gi­sche Arbeit im Big­band-Kon­text seit ihrer Zeit im Orche­ster kon­ti­nu­ier­lich wei­ter­ent­wickelt haben. Die enge Zusam­men­ar­beit zwi­schen der Lan­des­mu­sik­aka­de­mie NRW und dem JJO NRW erwies sich erneut als äußerst frucht­bar und inspirierend.

Im Ver­lauf des Camps lern­te das Team zahl­rei­che viel­ver­spre­chen­de Nachwuchsmusiker*innen ken­nen, die bereits in jun­gen Jah­ren ein außer­ge­wöhn­lich hohes musi­ka­li­sches Niveau mit­brin­gen. Es bleibt zu hof­fen, dass eini­ge die­ser Talen­te künf­tig ihren Weg auch ins Jugend­Jazz­Or­che­ster NRW fin­den werden.

Das JJO-Chal­len­ger-Camp ist als lang­fri­sti­ges För­der­for­mat ange­legt und soll künf­tig regel­mä­ßig in neuen Beset­zun­gen statt­fin­den. Auch zwi­schen den ein­zel­nen Pro­jekt­pha­sen soll die ent­stan­de­ne Big­band durch wei­te­re Auf­trit­te aktiv blei­ben, um die musi­ka­li­sche Ent­wick­lung der Teil­neh­men­den nach­hal­tig zu fördern.

Ein beson­de­rer Dank gilt der Spar­da-Bank West, deren För­de­rung die Durch­füh­rung des Pro­jekts maß­geb­lich unter­stützt und ermög­licht hat. Durch die­ses Enga­ge­ment konn­te ein wich­ti­ger neuer Impuls für die Jazz-Nach­wuchs­för­de­rung in Nord­rhein-West­fa­len gesetzt werden.

Ins­ge­samt unter­streicht das JJO-Chal­len­ger-Camp die große Bedeu­tung frü­her und kon­ti­nu­ier­li­cher Nach­wuchs­för­de­rung im Jazz und zeigt ein­drucks­voll, wie wert­voll die enge Zusam­men­ar­beit zwi­schen Insti­tu­tio­nen, För­der­part­nern und enga­gier­ten Musiker*innen für die Ent­wick­lung jun­ger Talen­te in Nord­rhein-West­fa­len ist.

© Jule Hardtmann
© Jule Hardtmann
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