Lübeck
Das Superkunstfestival Lübeck hat sich als inklusives Festival für „Musik, Kunst, Film, Zirkus und Theater“ in der Hansestadt Lübeck etabliert und gilt – nach dem Wacken Open Air – als das zweitgrößte Festival in Schleswig-Holstein. Im Jahr 2024 haben dort auf insgesamt sechs Bühnen rund 80 Shows stattgefunden; etwa 40.000 Besucherinnen und Besucher wurden gezählt. Veranstalter ist die Kulturakademie der Diakonie Nord Nord Ost.
Im Rahmen dieses Festivals war auch das JugendJazzOrchester NRW eingeladen. Die Einladung zu zwei Konzerten auf der Festivalbühne hatte der Leiter der Kulturakademie, Michael Schmerschneider, ausgesprochen.
Kennengelernt hatten sich Schmerschneider und das JJO NRW auf der Bundesbegegnung „Jugend jazzt“ 2024 in Dortmund. Dort hatte die Kulturakademie ihren sogenannten „Jazztruck“ präsentiert – einen umgebauten 12-Tonnen-LKW, der als mobiles Ton- und Filmstudio mit der Atmosphäre eines Jazzclubs diente. Der Truck stand Besucherinnen und Besuchern für Workshops, Sessions und Einblicke in die Welt des Jazz zur Verfügung.
Auch beim Superkunstfestival selbst war der Jazztruck erneut Teil des Programms. Vor Ort konnten Interessierte Instrumente ausprobieren, erste Erfahrungen mit Jazz und Improvisation sammeln und sich direkt Tipps von erfahrenen Musikerinnen und Musikern geben lassen. Betreut wurde dieses Angebot erneut von Mitgliedern des JugendJazzOrchester NRW, die damit nicht nur auf der Bühne, sondern auch in der kulturellen Vermittlungsarbeit aktiv waren.
Hannover & Wolfenbüttel
Geplant waren erneut Kooperationskonzerte – diesmal gemeinsam mit dem JugendJazzOrchester Niedersachsen („Wind Machine“) im Bürgerhaus Misburg in Hannover sowie open air beim Altstadtfest in Wolfenbüttel. In Hannover trat zusätzlich die Big Band der Schiller Schule Hannover mit dem Namen „Fat Apple“ mit auf die Bühne.
Bereits 2021 war das JJO NRW gemeinsam mit dem niedersächsischen Landesensemble auf Tour gewesen. Diese fand damals noch unter den besonderen Bedingungen der Corona-Pandemie statt, wodurch Proben- und Konzertformate stark angepasst werden mussten. Dennoch hatte sich schon damals das Konzept bewährt, auch Schul-Big-Bands in gemeinsame Konzerte einzubinden und so jungen Musikerinnen und Musikern zusätzliche Auftrittsmöglichkeiten zu bieten.
Gerade das Konzept der gemeinsamen Auftritte von Landesjugendjazzorchestern und Schul-Big-Bands hatte sich nachhaltig positiv ausgewirkt: Es stärkte nicht nur den musikalischen Austausch zwischen unterschiedlichen Erfahrungsstufen, sondern führte auch dazu, dass sich nach der Corona-Zeit die Bewerbungslage für beide Landesensembles deutlich verbessert hatte.